Wir betreuen technische Infrastrukturen ebenso für internationale Konzerne wie auch für mittelständische Unternehmen in der Region. Dabei bemerken wir überall: Die Zahl automatisierter Angriffsversuche ist in letzter Zeit rapide gestiegen, ebenso wie deren Qualität, und dabei ist alles betroffen, was online erreichbar ist: Komplexe Systeme ebenso wie Online-Shops oder Firmenwebsites.
Das Internet macht Entfernung und Zeit bedeutungslos. Ein Angriff vom anderen Ende der Welt trifft eine Seite zu jeder Uhrzeit, ohne Vorlauf, und kostet den Angreifer fast nichts.
Parallel dazu schreitet die Entwicklung der KI-Modelle in hohem Tempo voran. Kommerzielle Anbieter versuchen zumindest, Missbrauch durch Schutzmaßnahmen einzudämmen – aber daneben stehen offene Modelle, die frei verfügbar sind, sich lokal betreiben lassen und dabei weder Regeln noch Protokollierung kennen. Was früher Fachwissen und Zeit erforderte, wird damit zunehmend zur Frage des richtigen Prompts. Die Einstiegshürde für Angreifer sinkt, ihre Geschwindigkeit steigt.
Wir müssen den Angreifern deshalb immer einen Schritt voraus sein. Das erfordert mehr als gelegentliches Interesse an neuen Techniken: Es kostet Einsatz und vor allem Zeit, sich fortlaufend mit Methoden und Möglichkeiten auseinanderzusetzen, die sich im Monatstakt ändern. Daraus folgt für uns zwangsläufig, dieselbe KI-Entwicklung für die Verteidigung zu nutzen: Auffälligkeiten erkennen, Abhängigkeiten im Blick behalten, Schwachstellen finden, bevor jemand anders sie findet. Das alles funktioniert heute erheblich besser als noch vor zwei Jahren.
Hilfreich ist dabei eine Kombination, die sich nicht kurzfristig herstellen lässt: Auf der einen Seite ein engagiertes Team und kompetente Partner, die über viel Erfahrung verfügen und viele Jahre gelernt haben, wie Systeme im Ernstfall reagieren. Auf der anderen Seite die Bereitschaft, innovative neue Werkzeuge selbst einzusetzen, anstatt sie nur prüfend zu beobachten. Beides für sich genommen reicht nicht.
Unterm Strich entlastet uns KI damit nicht: Im produktiven Betrieb sparen wir zwar mit KI-Werkzeugen Ressourcen, aber für die Absicherung unserer Systeme und der Systeme unserer Kunden brauchen wir gleichzeitig immer mehr davon. Der Aufwand wird nicht kleiner, sondern er verschiebt sich.
Für Kunden bedeutet das umso mehr, dass Sicherheit kein Projekt mit Enddatum ist, sondern laufender Betrieb. Aktuelle Systeme, überwachte Umgebungen, kurze Reaktionswege. Bei allen unseren Wartungskunden ist das übrigens automatisch enthalten – auch dann, wenn ursprünglich nur eine Website oder ein Shop gewünscht war.
Spannend bleibt es dabei in jedem Fall. Langweilig wird es nicht 😉